Samstag, 13. August 2011

Fundamenteum Republicae Tigurinae


Diese Münze, die das Porträt des ersten Bürgermeisters Zürichs, Ritter Rudolf Brun (Umschrift: RUDOLPHUS BRUN MILES PRIMUS MAGISTER CIVIUM) auf der einen, auf der anderen aber die Wappen der 13 historischen Zünften Zürichs mit der Aufschrift (FUNDAMENTUM REIPUBLICAE TIGURINAE MCCCXXXVI, 1736) zeigt, ist wohl eine Gedenkmünze zum 400-Jahr-Jubiläum der "Brunschen Zunftrevolution", die hier als "Fundamentum" der "Res Publica Tigurinae" verstanden wird. Die Münze liegt ist ein Produkt des vorrevolutionären Ancien Régime. Dennoch soll von dieser Münze aus die Entstehung der "Republica Tigurina" auf das Jahr 1401 umdatiert werden. Mit den Fragen der "Willensnation" hängt dies insofern zusammen, als zu zeigen sein wird, das Heinrich Bullinger, an dieser Deutung der Vorgänge massgeblich beteiligt war und dass beim nächsten Jahrhundert-Jubiläum 1836, Zürich zu seiner liberalen Verfassung gefunden hat und das Zunftfest des Sechseläutens unter der Ägide des Metzgermeisters Cramer seine moderne Form anzunehmen beginnt. Diesen VorLinkgang habe ich in vier verschiedenen NZZ-Artikeln beleuchtet, die für Afficionados der Geschichte aus dem Archiv erstanden werden können:

Die Rückkehr der Widderzunft an den Rennweg. (NZZ 1995, Nr. , 30. Januar 1995)

Der Judenmord von 1349: Der heilige Matthias und die Zürcher Mordnacht. (NZZ, 2001, Nr. 52, 3./.4. März 2001)

Mit Neubürgern gegen politische Spannungen: Masseneinbürgerungen im alten Zürich. (NZZ 2007, Nr. 47, 26. Februar 2007)

Der neue Pfarrer von St. Peter im «Examen»:
Heute Montagabend führt die Zunft zum Widder ihre traditionelle St.-Peters-Fahrt durch. (NZZ 2008, 28. Januar 2008)
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Diese vier Artikel stützen - gegen den vorherrschenden Mainstream der Geschichtsforschung - die These vom grossen Zürcher Verfassungsumbruch von 1401, die Paul Guyer in seiner Dissertation 1943 erstmals formulierte, und welch e

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